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Geschichten von meinen Hasen
erhalten am 22. Februar 2003
von Marina

Hallo! Ich heisse Marina und komme aus der Schweiz. Eure Homepage find ich echt klasse. Einfach super, dass es noch so einen Platz auf der Welt gibt wo sich Tiere so richtig wohl fühlen können!

Ich möchte euch hier ein paar Geschichten senden die ich mit meinen Tieren schon erlebt habe:

Als erstes zu meinen ersten zwei Kaninchen Nera und Leila. Die beiden sahen von der Farbe her aus wie Siamesen, waren aber Mischlinge. Am Tag hielten wir sie in einem kleinen Gehege auf unserer Wiese, Nachts im Stall. Bald aber merkten wir, dass das Gehege zu klein war und unsere beiden Mümmelmänner gar nicht richtig hoppeln konnten. So umhagten wir ganz einfach die ganze Wiese und stellten den Stall auch noch hinein, so dass sie rein und raus konnten wie sie wollten. Ich erlebte viele schönen Stunden mit Nera und Leila, ausserdem zeigten sie mir was Hasen so alles drauf haben. Die sind zum Beispiel nicht stumm, wie viele denken! Jedenfalls unsere nicht. ;-) Die können knurren wenn ihnen was nicht passt und geben liebevolle Geräusche von sich, wenn sie zufrieden sind. Ausserdem können sie sich im Flug einmal um sich selbst drehen, Saltos rückwärts, und sie springen über meterhohe Zäune!!! Nera und Leila hatten auch noch eine ganz besondere Freundin: Eine Katze aus dem Dorf. Oft sassen die drei nebeneinander in einem der Harassen, die wir ihnen als Unterschlupf ins Gehege gestellt hatten.

Leila Nera
Leila     Nera

Leider starb Leila im Alter von 1 Jahr, weil sie unter epileptischen Anfällen litt, das hatte sie von ihrer Mutter geerbt. Damit Nera nicht alleine blieb musste ein neuer Spielkamerad her, so kam dann Hoppi zu uns. Er war ein reinrassiger Zwerghase. Hatte graues Fell und ganz niedliche kleine Öhrchen. :-) Nera und Hoppi verstanden sich auf Anhieb. Aber auch Nera starb mit drei Jahren an einem Anfall. So war nun Hoppi alleine.

Wir machten uns auf die Suche nach einem geeigneten Gefährten für den eher ängstlichen Hoppi. So fanden wir Nicky, eine schwarze Zwergwidder-Häsin. Nicky war eine echte Kämpfernatur und duldete keine Katzen im Gehege. Die Rote Katze ließ sich nicht mehr Blicken, seit sie die schmerzliche Erfahrung gemacht hatte, dass sie gegen Nicky den Kürzeren zog (was ziemlich unwahrscheinlich klingt, war aber so!) Nicky und Hoppi waren ein Herz und eine Seele. Wir kauften damals noch ein Stück Land dazu und so vergrösserte sich ihr Gehege noch.

Nicky Hoppi
Nicky      Hoppi

Aber auch Hoppi musste viel zu früh sterben.... An einem 1. August (Nationalfeiertag Schweiz) muss er sich vor einer Rakete zu Tode erschrocken haben die am hellichten Tag im Hasengehege landete. Wir wussten nicht woher die kam, oder ob sie sogar extra da reingeschossen wurde. Nun gab es ein Problem. Nicky wollte sich einfach mit keinem anderen Hasen verstehen. Wir dachten schon wir müssten sie den Rest ihres Lebens alleine halten als uns die rettende Idee kam. Nicky soll Junge bekommen!

Unsere Nachbarn hatten einen Rammler und so verbrachte sie eine Woche bei ihm. Danach holten wir sie wieder zurück und hofften das sie ein Nestchen bauen würde. Doch sie ließ sich nichts anmerken und wir waren uns schliesslich gar nicht mehr so sicher ob das wirklich geklappt hat. Sonst hat Nicky jeden Frühling immer ein Nestchen gebaut in ihrem Häuschen. Doch diesmal nicht. Jeden Tag brach sie mindesten einmal aus um Lumpi, den Rammler unserer Nachbarn zu besuchen. Wir erhöhten den Zaun immer mehr, denn unsere Nachbarn wollten sie nicht wider zu Lumpi lassen, da sie anfangs doch sehr brutal mit dem schon zimlich in die Jahre gekommenen Herrn umging. :-) Aber für Nicky waren unsere Zäune kein Hindernis. Sie "flog" extra über die höchsten Stellen um uns zu demonstrieren,dass wir ihr weit unterlegen waren. Bei ihr sah es wirklich so aus, als könnte sie fliegen, weil ihre "Lampion" Ohren beim Sprung in die Luft flogen und fast wie Flügel aussahen. :-) An einem Sonntag morgen war es denn endlich soweit (sie hat den Termin exakt eingehalten). Von den Jungen konnt man allerdings noch nichts sehen, denn die waren gut versteckt in einem warmen, weichen Nest aus Haaren und Stroh. Wir dachten erst es wären zwei, eines Morgens hoppelten dann aber fünf kleine Häschen aus dem Stall! Zwei schwarze und drei Braune (nach dem Vater) Da ihr Vater keine Hängeohren hatte liessen alle fünf am anfang ein Ohr hängen, das andere stellten sie auf, das sah echt witzig aus. Mittlerweile haben sie aber alle Stehohren. :-) Den niedlichen, kleinen Fellknäueln mussten wir natürlich sofort passende Namen geben. Die Braunen tauften wir: Columbus, weil er der erste war der aus dem Stall herauskam, oder, besser gesagt von den anderen herausgeschubst wurde :-), Einstein, wegen seinem klugen Blick, und Sunny, wegen des wunderschönen braunen Fells. Die beiden Schwarzen tauften wir: Darky und Nero. Die vier Männchen wurden kastriert. Nun sind die "Jungen" schon über ein Jahr alt und auch Nicky lebt noch, sie ist nun etwa 3 Jahr alt und wird hoffentlich noch lange leben:-)...

Einstein Sunny
Einstein      Sunny

Ach ja, etwas haben die kleinen von ihrer Mutter gelernt. Und zwar, dass sie Katzen hassen. Wir hörten es eines Tages aus dem Gehege schreien, wie wir noch nie jemanden schreien gehört hatten, wir dachten schon eine Katze fresse einen unsere Hasen. Sofort rannten wir hin und sahen, dass es genau umgekehrt war ... zwei Hasen saßen auf einer Katze! Diese schrie so. Wir mussten das arme Tier befreien, seither hat sich nie wieder eine Katze bei unseren Hasen Blicken lassen ...

Bye
Marina


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